Die ungarische Airline Wizz Air hat bekanntgegeben, dass sie ihre Basis am Flughafen Wien-Schwechat bis zum 15. März 2026 vollständig schließen wird. Diese Entscheidung betrifft nicht nur österreichische Fluggäste, sondern hat auch Auswirkungen auf den Tourismus in der gesamten Region.
Schrittweise Schließung
Die Abwicklung erfolgt in Etappen: Ab dem 26. Oktober 2025 werden zwei Flugzeuge aus Wien abgezogen, gleichzeitig entfallen die Verbindungen nach Bilbao und London-Gatwick. Die restlichen drei Maschinen werden bis zum Frühjahr 2026 an andere Basen verlegt – damit endet die Präsenz von Wizz Air in Wien endgültig.
Was bedeutet das für die Passagiere?
Reisende mit bereits gebuchten Tickets können auf andere Flüge umbuchen oder eine volle Rückerstattung erhalten. Alternativ stehen Wizz-Air-Verbindungen von nahegelegenen Flughäfen wie Budapest, Bratislava oder Kattowitz zur Verfügung – allesamt gut von Österreich aus erreichbar.
Auswirkungen auf den Tourismus
Wien bleibt weiterhin ein wichtiger Standort für Low-Cost-Carrier: Ryanair und easyJet sind nach wie vor stark vertreten. Dennoch hatte Wizz Air mit günstigen Tickets neue Märkte erschlossen, etwa zu beliebten spanischen Urlaubszielen oder in balkanische Hauptstädte.
Langfristig könnte die Schließung dazu führen, dass mehr österreichische Reisende Flüge ab Budapest nutzen – was wiederum den Tourismus in Ungarn, vor allem in den Grenzregionen, stärken dürfte.
Mitarbeiter und Standortwechsel
Für die Mitarbeiter am Standort Wien bietet Wizz Air interne Versetzungsmöglichkeiten innerhalb des Netzwerks an. Damit sollen betriebsbedingte Kündigungen weitgehend vermieden werden.
Fazit
Mit der Schließung ihrer Wiener Basis beendet Wizz Air ein wichtiges Kapitel in der österreichischen Luftfahrt. Für Reisende bedeutet dies kurzfristig weniger Auswahl, langfristig jedoch eine Neuordnung des osteuropäischen Luftverkehrs. Während Wien auf andere Billigfluglinien setzt, könnten ungarische und slowakische Flughäfen von dieser Entwicklung profitieren.














