Campingfahrzeuge mieten: warum private Anbieter nicht immer die beste Alternative sind

Foto: Indie Campers

Viele Menschen beginnen bereits jetzt, ihren Urlaub für 2019 zu planen – Campen erfreut sich dabei in Deutschland unveränderter Beliebtheit. Doch ein eigener Campingwägen ist nicht nur teuer, sondern findet auch in den wenigsten Garagen Platz, sodass sich in den letzten Jahren ein eigener Markt für den Verleih entsprechender Vans und Campingmobile entwickelt hat. Zunehmend versuchen auch private Anbieter über diverse Plattformen ihre eigenen Fahrzeuge zur Zwischennutzung anzubieten. Das geschieht meist auf sogenannten „Sharing“-Portalen. Dabei werden jedoch häufig die unterschiedlichen Ansprüche von Urlaubern außer Acht gelassen, die Mobile bieten meist nur soviel Komfort wie notwendig und die Kunden sind im Urlaub auf sich allein gestellt.

Dafür locken Privatanbieter mit günstigen Preisen: für bereits rund dreißig Euro pro Tag ließe sich ein Campingwagen mieten, werben entsprechende Vermittlungsplattformen. Doch demgemäß gering ist meist die Ausstattung. Viele dieser Fahrzeuge verfügen für gewöhnlich nicht über sanitäre Anlagen wie Toiletten oder Duschen, bieten nur wenig Platz und sehr kleine Schlafkabinen.

Unterschiedliche Modelle für unterschiedliche Anforderungen

Natürlich reicht das manchen Campern völlig aus. Deswegen bietet auch Indie Campers mit dem  Sporty Van, dem kleinsten (und günstigsten Fahrzeug) ein Back-to-Basic Modell an. Doch selbst hier lassen sich auf den ersten Blick Unterschiede im Komfortlevel erkennen. Nicht nur verfügt dieses Modell über fliessendes Wasser, extra Stauraum, Steckdosen und USB-Ports – dazu bietet er mit zwei klappbaren Doppelbetten ausreichend Platz für bis zu vier Personen. Ebenfalls lässt sich unter Anderem W-Lan dazu buchen. Nur einige der Vorteile, die sich bei privaten Anbietern oft schmerzlich missen lassen.

Besonders in punkto Stauraum finden sich schnell Unterschiede zwischen handelsüblichen Campervans und den speziell für die Vermietung umgebauten Fahrzeugen. Modelle wie der Urban, obwohl nur für zwei Leute konzipiert, verfügen über deutlich mehr Stauraum als Vans mit Standard-Ausstattung und sind fast so geräumig wie eine kleine Ferienwohnung. Sie sind vor allem für Kurztrips mit Freunden beliebt. Wer lieber ein romantisches Campingwochenende mit seinem Partner erleben möchte, greift auf eine der Premium-Varianten wie etwa den Explorer zurück – Glamping lässt grüßen. Familien dagegen entscheiden sich häufig für den Active Plus, den Bestseller von Indie Campers. Mit beheizter Innendusche und Toilette ist er perfekt für Familienurlaube oder das Reisen mit einer größeren Gruppe von Freunden geeignet. Wer völlige Unabhängigkeit sucht, entscheidet sich für den Nomad – mit Knaus-Technologie ausgestattet bietet dieser Camper vollautonome Stromversorgung, eine P.E.T. Wärmeabdichtung, Dusche, Toilette, Herd und Kühlschrank. Diese und andere speziell angefertigte Umbauten sind von Privatanbietern nicht erhältlich, geschweige denn kurzfristig verfügbar.

Dazu kommt, dass durch die unüberschaubare Vielfalt von Privatangeboten insbesondere für unerfahrene Camper meist nicht abzusehen ist, welches Fahrzeug sich für ihren Wunschurlaub eignet. Auch mobiles Internet, eine Rundumversicherung oder Notfall-Hotline suchen Kunden von Privatanbietern vergebens, oft sind die Vermieter bei Problemen gar nicht erreichbar. So erweisen sich vermeintlich günstigere Preise von Privat am Ende häufig als Mogelpackung. Nur wer sich gut auskennt und geringe Ansprüche hat, kann von solchen Privatangeboten wirklich profitieren. Familien und Hobbycamper dagegen sind mit einem professionellen Vermietungsservice besser beraten.

Quelle: Indie Campers 

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