Genussvolle Tradition: Grappa aus Santa Massenza im Glas

Bild: Garda Dolomiti AG

Eine kulinarische Entdeckungsreise für Begeisterte feiner Destillate hält das Garda Trentino in Santa Massenza bereit. In dieser malerischen Region im Valle dei Laghi wird die Kunst der Grappa-Herstellung, die hier jahrhundertealte Wurzeln hat, im Rahmen der “Nacht der Destillierkolben“ gefeiert.

Der Ort Santa Massenza, mit seiner reichen Historie, hat sich als Wiege des Grappas etabliert. Es ist die größte Konzentration von Destillerien in der gesamten Provinz, aber vor allem der Ausdruck eines wirklich einzigartigen historischen und kulturellen Erbes. Die Trauben aus den Weinbergen der Bischöfe, die seit Jahrhunderten in der Region gedeihen, bieten die perfekte Grundlage für die Produktion dieses hochwertigen italienischen Geistes. Aufgrund des milden mediterranen Klimas, der malerischen Landschaft, der reichen Geschichte und der Ora, die eine stete Brise frischer Luft vom südlich gelegenen Gardasee in die Täler bringt, verwundert es nicht, dass Santa Massenza häufig auch als das “kleine Nizza von Trient” bezeichnet wird.

Bis in die 80er-Jahre blühte die Grappa-Produktion im Ort mit 13 familiengeführten Brennereien. Heute halten noch fünf kleine, aber feine Unternehmen durch ihre Hingabe die Traditionen aufrecht und destillieren mit viel Liebe nach dem „Bain-Marie“-Verfahren.

Maxentia:

Maxentia setzt auf die Verwendung erlesener Sorten und die Anwendung zeitgemäßer Destillationstechniken und schafft einzigartige Grappas von höchster Qualität. Diese Destillierie geht bis ins 19. Jahrhundert zurück – heute werden dort verschiedene Arten von Grappa, Obstbränden sowie Weine mit den typischen Trauben des Valle dei Laghi, darunter einen ausgezeichneten Passito, produziert.

Distilleria Francesco e Azienda Agricola Francesco Poli:

Die Distilleria Francesco e Azienda Agricola Francesco Poli, mit ihrer langen Geschichte in der Grappa-Produktion, zeichnet sich durch ein außergewöhnliches Engagement für Nachhaltigkeit und Authentizität aus. Zudem haben die Inhaber der Destillerie eine Liebe für die Aromatisierung mit Früchten und Kräutern.

Giulio e Mauro Poli:

Mit einer Hingabe zur Perfektionierung des Grappa-Handwerks erzeugt das Duo unverwechselbare Destillate von bemerkenswerter Raffinesse.

Giovanni Poli:

In den 1970er Jahren hat Giovanni Poli in Zusammenarbeit mit anderen Pionieren der Innovation unter seinen italienischen Brennereikollegen, angetrieben von der Leidenschaft für seine Arbeit und dank Intuition und Qualitätsforschung, Grappa von einem als minderwertig betrachteten Produkt in eines von großer Exzellenz verwandelt und dabei Zustimmung und Erfolg in der nationalen Wein- und Gastronomiebranche erlangt. Heute verkörpert die Brennerei von Giovanni Poli die tiefe Leidenschaft für die Grappa-Tradition.

Casimiro:

Ein bedeutendes Weingut und Brennerei, das sich durch eine perfekte Harmonie zwischen Weinanbau und Grappa-Produktion auszeichnet und Grappas von bemerkenswerter Tiefe und Komplexität schafft.

Ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender ist zweifellos „Die Nacht der Destillierkolben“. Dieses viertägige Dorffest ist mittlerweile weit über die Grenzen der Region bekannt. Vom 7. bis 10. Dezember 2023 öffnen die fünf renommierten Familienunternehmen ihre Tore, um den Gästen die Geheimnisse der Destillation zu zeigen und gemeinsam die Vielfalt der Grappa-Aromen zu erkunden. Dabei können Interessierte den Geschichten und Legenden lauschen, die von den Meisterbrennern in diesem Dorf überliefert sind, zahlreiches über alte Brenntechniken lernen und natürlich ausreichend selbst kosten.

Paola Aldrighetti, eine der Gründerinnen der Veranstaltung und zugleich die Ehefrau von Graziano Poli von der Distilleria Giovanni Poli, beschreibt diese magische Nacht mit ihren eigenen Worten: „Die Nacht der brennenden Destillierkolben ist eine historische Nachstellung, inspiriert von Ereignissen aus vergangenen Zeiten, als in den Destillerien nach dem Zweiten Weltkrieg Tag und Nacht gebrannt wurde. Die Destillerien arbeiteten mit der täglichen Quote von 24 Stunden, die sie aus der Zeit des österreichisch-ungarischen Reiches übernommen hatten. Es wurde also auch nachts gearbeitet, und während der Wartezeiten für jede „Destillation“ besuchten die Destillateure die benachbarten Destillerien, um bei einem geselligen Gläschen zusammenzukommen, sich Geschichten zu erzählen und über ihre Destillierkolben und ihren Grappa zu diskutieren“.

Neben Verkostungen, bei denen die verschiedenen Nuancen und Geschmacksrichtungen der handgefertigten Grappas entdeckt werden können, wird auch die Theatergruppe Koinè wieder für Unterhaltung sorgen.