Ungewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten vor den Toren New York Cities

© Stefen Turner Photography

Bei einer Reise nach New York erkunden die meisten Besucher lediglich Manhattan, manche entdecken auch noch Brooklyn. Eine wunderschöne Region wird von vielen Deutschen aber völlig ausgelassen und das, obwohl sie definitiv einen Besuch wert ist: Long Island. Die Insel vor den Toren der Weltmetropole verspricht zu jeder Jahreszeit eine einmalige Natur, bietet eine Vielzahl kultureller Sehenswürdigkeiten und überzeugt durch Ruhe und einen ganz besonderen Charme. Außerdem gibt es die verschiedensten Unterkünfte, die ihren Besuchern ein außergewöhnliches Long-Island-Erlebnis bescheren.  

Eine Zeitreise in die goldenen 20er in Oheka Castle
Das majestätische Oheka Castle gilt als eines der eindrucksvollsten Gebäude in den Hamptons. Der Bau des französischen Chalets wurde im Jahr 1914 vom deutschen Bankier und Unternehmer Otto Hermann Kahn in Auftrag gegeben, der das Anwesen als Sommerhaus nutzte. Dieser veranstaltete im noch immer zweitgrößten Herrenhaus der USA glanzvolle Feiern, auf denen Staatsoberhäupter und Stars gerne gesehene Gäste waren – ganz im Stil des Großen Gatsbys. Heute kann man in diesem besonderen Anwesen auch übernachten: 32 geräumige Zimmer und Suiten können von Gästen gebucht werden, die sich selbst einmal fühlen wollen, als gehörten sie zur High Society der prunkvollen 20er Jahre. Das Oheka Castle eignet sich auch ideal für besondere Feierlichkeiten, wie Hochzeiten und ist ein Garant für ein königliches und unvergessliches Erlebnis!

Vom Yachtclub zum Luxushotel: Die Geschichte von Gurney´s Star Island Resort
Direkt in Montauk, der Hauptstadt Long Islands, gelegen befindet sich das Star Island Resort, welches heute ein luxuriöses Hotel ist und seinen Gästen nahezu jeden Wunsch erfüllt. Ursprünglich handelt es sich bei dem Resort aber um einen Yachtclub, der im Jahr 1929, also während der Prohibition, vom berühmten Bauunternehmer Carl Fisher gebaut wurde. Hier gingen die Reichsten der Reichen ein und aus und verbrachten nicht nur Zeit im Club selbst, sondern auch im nebenan gelegenen Casino, der Kneipe oder im Tanzlokal. Berichten zufolge ließ Fisher Wachposten aufstellen, die das Casino informierten, wenn die Polizei vorbeikam: Innerhalb weniger Minuten wurden der Alkohol und die Spieltische versteckt. Aber auch architektonisch war der Club eine Besonderheit: Das Zentrum des Gebäudekomplexes bildete ein kleiner Leuchtturm, bei dem es sich um eine Nachbildung des berühmten Leuchtturms von Montauk handelte. Fisher hatte hier sein Büro. Der kleine Leuchtturm steht noch heute und wird von den Betreibern in Stand gehalten. Damals wie heute ist das Schönste die herrliche Marina, auf die man blickt. Unser Geheimtipp: Ein schöner Spaziergang durch die Marina bei Sonnenuntergang und im Anschluss einen Watermelon Chili Margerita, der sich hervorragend eignet, um auf die vergangenen Tage der Prohibition anzustoßen.

Das Geheimnis um Mick Jagger und das Memory Motel
Ebenfalls in Montauk, aber deutlich rustikaler und einfacher gehalten ist The Memory Bar & Motel. Die Bar ist nicht besonders schick, aber es ist immer etwas los und sie ist keine typische Touristen-Bar – man kann gut mit den Einheimischen in Kontakt treten. Im Frühling 1975 waren die Rolling Stones in einem Hotel in unmittelbarer Nähe untergebracht und auf der Suche nach einem Ort, an dem sie ungestört abhängen konnten. Zu jener Zeit war die Bar um einiges ruhiger und wurde zum Treffpunkt der weltbekannten Band. Im Jahr 1976 erschien ihr Album „Black and Blue“ und darauf befand sich Mick Jaggers Song „Memory Motel“ mit der Zeile „Hannah honey was a peachy kind of girl.“. Bis heute rätseln die Menschen, ob es sich bei besagter Hannah um Mick Jaggers Freundin oder Geliebte handeln könnte oder ob der Name vielleicht einfach für jemand anderen stand. Vielleicht für Carly Simon? Oder doch für die Fotografin der Band Annie Leibovitz? Vielleicht kommt man des Rätsels Lösung ja bei einem Besuch im Memory Motel näher.

Das legendäre Pyramidenhaus auf Fire Island
Fire Island ist eine Barrierinsel am südlichen Ufer von Long Island und gilt noch immer als geheimer Urlaubstipp. Die Insel ist nur mit der Fähre zu erreichen und besticht durch eine wunderbare Ruhe und schöne Natur. Wer das nötige Kleingeld hat, sollte unbedingt eine Nacht im legendären Pyramidenhaus verbringen, welches von Julio Kaufman und Hal Hayes entworfen wurde und als architektonisches Meisterwerk gilt. Das im Jahr 1961 erbaute Haus beeindruckt durch eine besondere Anordnung von Formen und eine luxuriöse Ausstattung. Das Highlight ist jedoch der Ausblick auf die Dünen, die Bucht und die unendliche Weite des Ozeans. Buchen können Interessierte das Haus über die Website und die App von airbnb.

Übernachten in freier Natur – der Heckscher State Park
Heckscher State Park gilt noch immer als Geheimtipp: Der 5,94 Quadratkilometer große Nationalpark befindet sich an der Südseite Long Islands und hat einen schönen Strandabschnitt, eine beeindruckende Dünenlandschaft und einen Waldabschnitt. Besucher können hier Wandern, Joggen oder Fahrradtouren durch die einmalige Natur machen. Unterwegs kann man eine Picknick-Pause einlegen und für die kleinsten Besucher des Nationalparks gibt es Spielplätze. Außerdem können Abenteurer hier auch übernachten, denn es gibt einen Campingplatz, der über 67 große Stellplätze im Grünen, 15 Hütten, die nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt liegen und drei Pavillons verfügt.

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