Ungarn/Frankfurt am Main, 27. April 2026 – Seit kurzem ist die erneuerte Zitadelle von Budapest auf dem Gipfel des Gellértbergs wieder für Besucher geöffnet und kehrt damit als eines der bekanntesten Wahrzeichen der ungarischen Hauptstadt zurück. Mit der Wiederbelebung der lange geschlossenen und stark sanierungsbedürftigen Festungsanlage ist ein neuer öffentlicher Ort entstanden, der Raum für vielfältige Erlebnisse bietet und zugleich spektakuläre Ausblicke über Budapest eröffnet. Im Inneren erwartet Besucher die interaktive Ausstellung „Bastion der Freiheit“, die zentrale Ereignisse und Persönlichkeiten der ungarischen Geschichte beleuchtet und dabei insbesondere die Freiheitskämpfe des Landes in den Fokus rückt. Auch das ikonische Wahrzeichen der Stadt, die Freiheitsstatue, wurde umfassend restauriert und präsentiert sich nun in neuem Glanz.
Die erneuerte Zitadelle greift die prägenden wie auch tragischen Kapitel der ungarischen Geschichte auf und verbindet sie mit den Symbolen ihrer Überwindung. Durch die Öffnung der historischen Mauern entstanden neue Zugänge und Wege, die beide Seiten des Gellértbergs miteinander verbinden und das Areal erstmals umfassend erlebbar machen.
Die Grünflächen wurden deutlich erweitert, innerhalb der Mauern entstand ein öffentlich zugänglicher Park mit mehr als 6.000 Quadratmetern. Besucher erwarten eine Eisdiele, ein Café mit Panoramaterrasse sowie ein Souvenirshop. Neue Beleuchtung, Sitzgelegenheiten und eine verbesserte Infrastruktur steigern die Aufenthaltsqualität zusätzlich.
Neue Aussichtsterrassen eröffnen beeindruckende Panoramablicke über Budapest. Die Außenanlagen sind geprägt von blühenden Zierbäumen, Sträuchern, Rosen, Lavendel sowie Kletterpflanzen und Weinreben.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Barrierefreiheit und Komfort. Aufzüge im Rondell und im Parkbereich ermöglichen den Zugang zu allen Ebenen, Terrassen und Wehrgängen. Modern ausgestattete, barrierefreie Sanitäranlagen stehen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich zur Verfügung. Die Beleuchtung wurde energieeffizient erneuert und sensibel in das historische Umfeld integriert, ergänzt durch variable Lichtinszenierungen für besondere Anlässe. Auch architektonisch setzt die Zitadelle neue Akzente: Eine mehrschichtige Glaskonstruktion im Eingangsbereich sowie eine gläserne Fußgängerbrücke schaffen einen markanten Kontrast zur historischen Substanz. Ergänzt wird der Raum durch ein Wasserbecken mit ewiger Flamme, die an die Helden der ungarischen Freiheitskämpfe erinnert.
Mit der Wiedereröffnung gewinnt die Zitadelle auch inhaltlich an Bedeutung. Ein zentrales Symbol ist die im März 2022 erstmals gehisste ungarische Nationalflagge im Innenhof – die größte des Landes – als Ausdruck nationaler Einheit und historischer Erinnerung.
Auch die Freiheitsstatue wurde umfassend restauriert und durch ein Kreuz auf dem Sockel ergänzt, das für die lange Staatlichkeit Ungarns, das westliche Christentum und die europäische Kultur steht. Die umliegende Terrasse wurde neugestaltet und in das Gesamtensemble integriert.
Ausstellung „Bastion der Freiheit“
Ein Herzstück der Neugestaltung ist die Ausstellung „Bastion der Freiheit“. Sie ist Teil des Besuchererlebnisses und umfasst neben der Ausstellung selbst auch den Zugang zu Aussichtsterrassen und einer Dachterrasse mit Rundumblick. Auf über 1.700 Quadratmetern werden zentrale Ereignisse und Persönlichkeiten der ungarischen Geschichte inszeniert.
Im Mittelpunkt steht die symbolische Bedeutung des Gellértbergs als Ort der Macht. Über Jahrhunderte hinweg spiegelten Bauwerke und Zeichen auf seinem Gipfel die jeweiligen Herrschaftsverhältnisse wider. Diese historische Dimension bildet den roten Faden der Ausstellung, die Besucher durch die verschiedenen Epochen führt. Erzählerisch begleitet von der Figur Emese, der Mutter von Fürst Álmos, wird die Geschichte Ungarns als eindrucksvolle, visuell inszenierte Reise durch 13 Jahrhunderte erlebbar.
Die Ausstellung führt durch zentrale historische Stationen – von der Landnahme über osmanische und habsburgische Herrschaft, die Revolution von 1848/49, die Weltkriege und ihre Folgen bis hin zur politischen Wende und Wiedererlangung der Unabhängigkeit.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle von Frauen, deren Beitrag zur Geschichte sichtbar gemacht wird – sei es in der Pflege Verwundeter, im Schutz Verfolgter, im Widerstand oder im Alltag. Damit wird deutlich, dass der Einsatz für Freiheit weit über das Schlachtfeld hinausgeht.
Die Ausstellung verbindet eindrucksvolle visuelle Elemente mit inhaltlicher Tiefe und vermittelt eine klare Botschaft: Freiheit ist das Ergebnis gemeinsamer Verantwortung und gelebten Engagements.














