Sven Klawunder im exklusiven Interview mit dem Minister für zivile Luftfahrt in Indien, Kinjarapu Ram Mohan Naidu, über die Bedeutung des Luftfahrtprogrammes und dessen Umsetzung für den europäischen sowie weltweiten Luftverkehr.
Zweite Phase des indischen Luftfahrtprojekts UDAN (Modified UDAN)
Die indische Regierung hat die nächste Phase des Regionalflugprogramms UDAN (Ude Desh Ka Aam Nagrik) vorgestellt. Das Programm wurde bei einem Workshop in Neu-Delhi vom Minister für Zivile Luftfahrt, Kinjarapu Ram Mohan Naidu, präsentiert. Ziel ist es, die regionale Luftanbindung weiter auszubauen und das Fliegen für Menschen in kleineren Städten erschwinglich zu machen.
Die wichtigsten Neuerungen:
- Entwicklung von über 100 weiteren Regionalflughäfen, Helipads und Wasserflugplätzen in den kommenden zehn Jahren.
- Enorme Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur.
- Erweiterte finanzielle Unterstützung (Viability Gap Funding) für Fluggesellschaften, damit auch wirtschaftlich weniger attraktive Strecken betrieben werden können.
- Größere Flugzeuge können künftig mehr subventionierte Sitzplätze anbieten, wodurch mehr Passagiere von günstigen Tarifen profitieren.
- Einführung eines „Challenge Mode“: Flughäfen werden nach Kriterien wie Infrastruktur, Nähe zu Tourismus- oder Industriezentren sowie der Unterstützung durch die Bundesstaaten ausgewählt.
Ziel der neuen Phase: Die Regierung möchte die regionale Erreichbarkeit weiter verbessern, wirtschaftliche Entwicklung in abgelegenen Regionen fördern und den Luftverkehr als wichtigen Bestandteil der nationalen Infrastruktur stärken. Nach Angaben des Ministeriums wurden im Rahmen von UDAN bereits 679 Strecken zu 95 Flughäfen, Helipads und Wasserflugplätzen eingerichtet.
Im November findet in Indien eine der größten Flughafenmessen und Konferenzen, die Indi Airport statt. Hier wird auch UDAN ein weiteres Thema sein und die Konferenz bietet ein perfektes Umfeld für europäische Firmen und Luftfahrtexperten sich dem indischen Markt anzunähern.














